Patienten Informationen


Liebe Patientin, lieber Patient.


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Allgemeines

Die klassische Homöopathie ist eine
ganzheitliche Behandlungsmethode, wirksam und angezeigt bei allen Erkrankungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene, unabhängig vom Alter des Patienten. Sie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der gewohnten Schulmedizin, aber auch von den bekannten Naturheilverfahren. Ich kann an dieser Stelle nicht in Einzelheiten auf die Besonderheiten der Homöopathie eingehen (siehe Buchtip), möchte aber einiges Grundsätzliches bemerken und Sie hier insbesondere ansprechen, falls Sie sich noch nicht so vertraut mit der Homöopathie fühlen.

Was ist Krankheit?

Es ist mir sehr wichtig, dass Sie eine Ahnung davon haben, was Krankheit bedeutet, bevor Sie zu mir in Behandlung kommen. Nur so können Sie allfällige Reaktionen und Abläufe verstehen.

Jedes Krankheitszeichen (oder Symptom), ist ein Heilungs- oder Kompensationsversuch unseres Körpers. Wenn wir annehmen, dass der Mensch viele Millionen Jahre schon existiert, können wir behaupten, dass wir Menschen ein ziemlich perfektes Wesen sind. Hätten wir nicht ein raffiniertes "Korrektursystem", gegen Krankheiten, Verletzungen, etc., würde es uns wahrscheinlich heute nicht mehr geben. Wir Homöopathen glauben an dieses perfekte "Korrektursystem" unseres Körpers, nicht wie die Schulmedizin, welche nur nach Fehlern in uns sucht.
Der menschliche Körper hat keine Fehler! Und somit sind auch Krankheiten keine Fehler! Jedes Symptom, etc. hat sich aus einem bestimmten Grund entwickelt. Meist wissen wir gar nicht warum... (Aber Hand aufs Herz, trauen wir uns wirklich zu, die Natur zu verstehen? Die Intelligenz jedes Menschen würde dazu nicht reichen, diese Komplexität zu begreifen.)
Ob dieses Symptom nun ein Schnupfen, ein Schmerz oder sogar ein Tumor ist,
Symptom bleibt Symptom! Und das ist es, was wir in der Homöopathie benutzen um Menschen zu heilen. Wir vertrauen den Zeichen des Körpers. Nichts ist ohne Grund hier!
Wenn wir dann den wirklichen Grund, welcher die Symptome hervorruft, gefunden haben, und diesen entsprechend richtig behandelt haben, werden sich auch die Symptome verschieben oder einstellen, da der Organismus ja nichts mehr kompensieren ( man kann auch sagen: Korrigieren) muss.

Was und Wer kann sich behandeln lassen?

Wer sich in homöopathische Behandlung begibt, kommt in der Regel mit so genannten chronischen Krankheitsbeschwerden (natürlich werden auch akute Krankheiten behandelt), d.h. mit Problemen, die schon länger bestehen, häufig immer wiederkehren und sich ohne Hilfe nicht auflösen, sei es körperlicher, emotionaler oder geistiger Art.
Eine homöopathische Behandlung berücksichtigt immer den gesamten Menschen, mit allen Begleiterscheinungen seiner Krankheit. Wichtig sind ebenso alle wesentlichen Lebensumstände, vor allem diejenigen, die besonders, individuell und auffällig sind. Auch wenn Ihre Hauptbeschwerde rein körperlicher Art ist, so spielen Ihr Gesamtbefinden, seelische Aspekte und evtl. Schwierigkeiten in den Lebensumständen eine wichtige Rolle für die Arbeit eines klassischen Homöopathen. Gleiches gilt für die Behandlung seelischer Probleme. Auch hier wird die allgemeine und körperliche Situation mit einbezogen. Erst durch die Gesamtheit ergibt sich für den Homöopathen ein vollständiges Krankheitsbild, dem dann sehr gezielt ein homöopathisches Arzneimittel zugeordnet werden kann.

Warum so viele "komische" Fragen?

Die klassische Homöopathie arbeitet individuell. Es ist daher wichtig und sehr hilfreich für mich, wenn Sie möglichst in aller Offenheit mitteilen können, wie es Ihnen geht und wo – eventuell außerhalb der eigentlichen Krankheitssymptomatik - noch Schwierigkeiten liegen. Je bereitwilliger Sie das tun, umso eher kann das passende Mittel gefunden werden. Der Erfolg einer Behandlung liegt somit auch in der Hand des Patienten. Ich bitte Sie hierfür um das nötige Vertrauen.

Was sind Symptome und wie lange dauert eine Behandlung?

Bei der Behandlung des Patienten geht es nicht um „unterdrücken“ und ,,wegmachen“ der Symptome. Diese sind nur Ausdruck der allgemeinen Verstimmung oder Erkrankung des Patienten. Wir streben
eine wirkliche Heilung an, d.h., wir versuchen einen echten Gesundheitszustand (wieder)herzustellen und die Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, daß Sie langfristig ohne Medikamente leben können und die Wurzel der Krankheit so weit wie möglich oder sogar ganz beseitigt ist. Ein solch tiefer Heilungsprozeß braucht Zeit. Die Dauer der Behandlung ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Die allgemeine Erfahrung sagt, daß die Behandlung einer chronischen Krankheit 1-3 Jahre dauert. In Anbetracht der Tatsache, daß viele chronischen Krankheiten ihren Ursprung in frühen Lebensphasen oder sogar in früheren Generationen haben - beispielsweise durch die Eltern oder Großeltern - ist dies eine relativ kurze Zeit! Eine Grundregel ist, je weiter der Entstehungszeitraum der Krankheit zurückliegt, um so länger ist die Behandlungsdauer. Wie tief die Wurzel der Krankheit tatsächlich reicht, das ist für den Patienten selbst nicht leicht, oft gar nicht zu beurteilen und es bedarf hier deswegen einer sorgfältigen anamnestischen Prüfung durch den Homöopathen.

Was wenn neue/alte Symptome während der Behandlung auftauchen?

Im Laufe einer homöopathischen Behandlung können Krankheitszustände auftreten, die entweder akut entstehen, (beispielsweise ein grippaler Infekt. eine Bronchitis, Unfälle etc.) oder die im Zusammenhang mit dem gesamten Heilungsprozeß stehen. Das heißt, daß im Verlauf einer Gesundung für eine begrenzte Zeit eine vorübergehende Symptomatik entstehen kann, die subjektiv durchaus als unangenehm empfunden wird. Ebenso können alte, längst vergessene Symptome früherer Erkrankungen wiederauftauchen, die nur unterdrückt wurden, aber nie richtig ausgeheilt waren. Solche Erscheinungen sind keine Verschlechterung, sondern
Reaktionen im Heilungsablauf und durchaus sinnvoll, manchmal sogar notwendig. Auf jeden Fall ist es sinnvoll und ratsam, sich an den Homöopathen zu wenden, wenn akute Krankheiten plötzlich ausbrechen oder unangenehme Reaktionen auf die Behandlung erfolgen. Unmittelbare Reaktionen nach Einnahme eines Mittels können als so genannte Erstreaktion auftreten und klingen in aller Regel nach drei Tagen wieder ab. Die allermeisten Akuterkrankungen, auch heftige und schwerwiegende, sind homöopathisch lösbar.

Was kann die homöopathische Behandlung stören?

Im Sinne eines kontinuierlichen Heilungsprozesses ist es hinderlich, sich beispielsweise wegen einer aufgetretenen Bronchitis sofort ein Antibiotikum verschreiben zu lassen oder oben genannte
Heilreaktionen mit anderen Medikamenten zu unterdrücken. Weiterhin kann es störende Einflüsse auf die Wirkung homöopathischer Mittel geben, die individuell sehr unterschiedlich sind, die unter Umständen aber auch eine Heilwirkung aufheben können. Dazu gehören: Kaffee und Cola (wegen des Koffeinanteils und der Aromastoffe). Alle Stoffe und Substanzen, die starke ätherische Öle enthalten wie Menthol, Eukalyptus oder Kampfer hierzu gehören z.B. japanisches Heilpflanzenöl, Bronchialsalben, Erkältungsbäder, Inhaliermittel bei Erkältungskrankheiten, starke Hustenbonbons - bestimmte Sport- und Rheumasalben, kampferhaltige Kreislaufmittel, wie beispielsweise Corodin - starke medizinische Kräutertees (Pfefferminze, Kamille etc.) - pfefferminzhaltige Zahncremes, übermäßiger Alkoholgenuß- Umweltgifte, - bei zahnärztlichen Behandlungen vor allem die Narkose. Sehr starke psychische Einflüsse wie z.B. Schock, plötzlich alarmierende schlechte Nachrichten, Angstzustände etc., können ebenfalls die Wirkung homöopathischer Mittel beeinflussen. Auch hier gilt: Sprechen Sie zur Klärung Ihren Homöopathen an. Wie bereits bestehende ärztliche Medikationen beizubehalten sind, sollte mit dem Homöopathen individuell besprochen werden (z.B. Psychopharmaka, starke Herzmittel, Kortisonbehandlung...).

Buchtips

Sie sollten die Grundlagen der Homöopathie gut verstanden haben, darum empfehle ich Ihnen dringend u.a. das Buch von G. Vithoutkas ,,Medizin der Zukunft“ oder „Klassische Homöopathie verstehen“ vom Groma Verlag oder „Klassische Homöopathie, Wieso? Weshalb? Warum?, Kleine Praxiseinführung für Patienten“ von Karl-Josef Müller.

Termine

Meine Praxisorganisation gründet sich auf
Terminabsprache. Die Terminzeiten versuche ich so gut es geht einzuhalten und bitte um Verständnis, wenn durch eine akute Zwischenbehandlung auch einmal Wartezeiten entstehen. Sollte es Ihnen einmal nicht möglich sein, einen Termin einzuhalten, so teilen Sie mir dies bitte möglichst bald mit; möglichst aber einen ganzen Arbeitstag vorher, damit Sie anderen Patienten und mir die Chance geben, die reservierte Zeit weiter zu nutzen. Sollten Sie unentschuldigt von einem Termin fern bleiben oder diesen zu spät absagen, werde ich die für Sie reservierte Zeit verrechnen.

Krankenkassen

Ich bin bei allen gängigen Krankenkassen bei der Zusatzversicherung (Komplementärzusatz) anerkannt. Es gibt jedoch bei den Entschädigungen grosse Unterschiede. Damit Sie wissen, wie Ihre Zusatzversicherung meine Leistungen abrechnet und es nicht zu bösen Überraschungen kommt, bitte ich Sie dies
VOR der ersten Konsultation mit Ihrer Krankenkasse zu klären.


Notfälle

In akuten oder dringenden Fällen können Sie sich aber auch außerhalb der Sprechzeiten an mich wenden. Dies gilt für jeden Tag, Wochenende und auch zu späten Stunden -
wenn es wirklich nötig ist - da sich Krankheiten bekanntlich nicht immer an die Sprechzeiten halten.


Adrian Schneider
adrian.schneider@similibus.ch
Telefon: +41 (0)44 / 860 00 02 (ausserhalb der Sprechstunden auf Mobiltelefon umgeleitet, bitte sprechen Sie auf die Combox, damit ich zurückrufen kann.)